Seit Wochen üben wir uns im «Social Distancing» und damit zwangsläufig auch im Video-Call. Unternehmen, die derzeit zu Vorstellungsgesprächen einladen wählen auch hier meist Programme wie Skype / Teams / Zoom / Webex / o.ä., um sich einen ersten persönlichen Eindruck von ihren Bewerbern zu machen. Aus der Masse der Bewerber herauszustechen ist und bleibt wichtig, doch Pannen und peinliche Momente sollten dafür nicht das Mittel der Wahl sein. Hierfür gibt es von uns ein paar Tipps zum Knigge der Video-Telefonie.

Neben der klassischen Vorbereitung auf typische Gesprächsinhalte solltest du die technischen Gegebenheiten, dein Umfeld und dein persönliches Auftreten nicht aus den Augen lassen. 
Zu Beginn: du benötigst selbstverständlich die Hardware, um an einem Video-Call teilnehmen zu können. Kamera und Mikrofon sollten daher ebenso funktionstüchtig sein wie deine Internetverbindung. Wir empfehlen hier vorab einen Test-Anruf mit einem Freund/einer Freundin durchzuführen, um ein Feedback zur Video- & Audioqualität zu erhalten. In diesem Vorbereitungsschritt kannst du gleichzeitig auch ein paar Gesprächsinhalte mit deinem Gegenüber proben, um deine Sicherheit aufzubauen. Auf einem Block solltest du dir vorab schon ein paar Fragen notieren, die du im Gespräch mit dem Unternehmen gerne klären möchtest. Block und Stift sollten auch bereit liegen, um kurze Notizen im Gespräch zu verschriftlichen, vermeide aber im Gespräch ganze Romane abzulesen oder aufzuschreibenTipp: Lade die erforderliche Software rechtzeitig, am besten am Vortag runter und mache dich mit den Funktionalitäten vertraut. Eine Verspätung aufgrund von fehlgeschlagenen Downloads oder ähnlichem ist unnötig und zerstört den ersten Eindruck. 

Ein Vorteil zum klassischen Telefoninterview: man kann sich wortwörtlich ein Bild vom Gegenüber machen. Dadurch erhält dein Interviewpartner aber automatisch einen Einblick in dein persönliches Umfeld. Du solltest dich in einem ruhigen Raum befinden, ohne störende Hintergrundgeräusche oder Mitbewohner, die noch eben durch das Bild laufen. Dafür gilt: Handy stumm schalten, Fenster zu, „Bitte nicht stören“-Schild an die Tür und den Raum aufräumen. Die Pizzaschachtel vom Vortag ist dabei kein besonders ansprechendes Deko-Objekt, achte also darauf welcher Hintergrund in der Kamera zu sehen ist. Wir empfehlen es neutral, aber nicht zu steril zu halten. Eine schlichte weiße Wand ist dabei kein No-Go, wirkt aber unter Umständen ein wenig unpersönlich. Wir empfehlen außerdem auf die Belichtung zu achten: Wie man es vom Fotografieren kennt sollte die Lichtquelle nicht hinter dir liegen und Schatten im Gesicht, die mehr an ein schlechtes Halloween-Make-up erinnern, sollten auch vermieden werden.  

Damit kommen wir auch schon zum persönlichen Auftritt: hier gilt es die klassischen Knigge Tipps fürs Vorstellungsgespräch einzuhalten. Dem Anlass entsprechend kleiden, indem du dich vorher darüber informierst welcher Dresscode im Unternehmen gilt. Ja, die Hose/den Rock sieht man beim Video-Call typischerweise nicht. Um unschöne Überraschungen zu verhindern und dir selbst ein gutes Gefühl zu geben: untenrum bitte einkleiden! Unseriöse Profilbilder, Usernamen oder E-Mail-Adressen machen bei der Einwahl ins Gespräch ebenfalls keinen guten Eindruck.  

Für das Gespräch gelten die gleichen Regeln, die man in der normalen Konversation beachtet: aufmerksam zuhören, nicht ins Wort fallen und Blickkontakt halten. Die Körpersprache des Gegenübers zu erkennen ist beim Video-Call eine ziemliche Herausforderung. Die Stimme hat hier deutlich mehr Macht als deine Körpersprache. Es gilt daher eine gerade Haltung einzunehmen aber weniger Gestik zu zeigen als es im direkten Gespräch der Fall wäre. Ein weiterer gravierender Unterschied zum persönlichen Gespräch vor Ort: Beim Video-Call versteht man unter Blickkontakt halten beim eigenen Redeanteil in die Kamera zu schauen. Unser Tipp: einen kleinen Pfeil oder Smiley neben die Kamera kleben, um sich selbst immer wieder daran zu erinnern nicht nur auf den Bildschirm zu starren oder den Blick durch deinen Raum schweifen zu lassen. Zum nicht ins Wort fallen zählt während längerer Redeanteile deines Gegenübers auch dich selbst stumm zu schalten um Hintergrundgeräusche und lautes Atmen für dich zu behalten. Aber bitte daran denken das Mikro wieder einzuschalten, sobald du zu reden beginnst. 😉  

Und dann bist du auch schon mittendrin im Vorstellungsgespräch! Auf welche Fragen du dich dafür vorbereiten solltest, wie du deine Rhetorik trainierst, um dich selbst besonders gut darzustellen und wie du nach erfolgreichem ersten Eindruck dein Wunschgehalt verhandelst, das zeigen wir dir gern in einem unserer Online-Seminare, buchbar unter www.daskarriereinstitut.de 

Jetzt wird es Zeit das Gelernte in die Tat umzusetzen! Das geht ganz einfach: Im Jobportal der W:P anmelden und per 1-Klick-Bewerbung in den Bewerbungsprozess starten. Du bist noch nicht registriert? Na dann wird es Zeit das nachzuholen unter: www.jobportal.wirpersonalberater.de  

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinen Gesprächen und stehen dir bei Fragen gern als persönlicher Coach zur Seite.